Schädlinge wie Viren, Spam, Trojaner oder Würmer werden permanent im Netz verbreitet, Datenströme werden umgeleitet und angezapft und der Internetnutzer ist häufig den Unwägbarkeiten des digitalen Alltags ausgeliefert. Nicht nur der Privatnutzer, sondern auch mittelständische Unternehmen ebenso wie große Industriekolosse, Banken und sogar Regierungen werden zur Zielscheibe von Attacken.
Die Arbeit des Fraunhofer FKIE beruht auf vier Verfahren, nämlich einer Analyse, einer Lagedarstellung, der sogenannten „Intrusion detection“, dem zeitnahen Aufspüren von Angriffen aus dem Netz sowie kryptographischen Verfahren. Dabei werden nicht nur Sicherheitsmechanismen gegen bekannte Gefahren sondern auch selbst-konfigurierende kryptographische Absicherungen von verteilten Netzen entwickelt.
Diese und andere Informationen über die Forschungsgruppe "Cyber Defense" könnt ihr aufdieser Seite finden, wo ihr auch eine übersichtliche Darstellung der Sicherheitstechnologien des Fraunhofer FKIE sehen könnt.
Ein anderer Streiter gegen die Flut von Spams und Viren ist Prof. Dr. Thorsten Holz, der 2010 durch eine konzertierte Aktion und die Mithilfe von Providern 20 Kontrollserver des Botnetzes Pushdo/Cutwail abschalten konnte. Darüber hinaus gelang es ihm, sich bei spamdot.biz, einem Marktplatz für Spam, Zutritt zu verschaffen; einem mittlerweile geschlossenen Forum, in dem Millionen Adressen gehandelt wurden. Allein in einem einzigen Jahr erwirtschaftete Pushdo/Cutwail nach Angaben von Prof. Holz einen Gewinn von 4,2 Millionen Euro. Der Handel und Versand von Spam und Viren ist also nicht nur schädlich, sondern außerdem ein großes Geschäft. Prof. Holz, der an der Ruhr-Uni Bochum unterrichtet, ist trotzdem zuversichtlich und erwartet, dass Betriebssysteme und Computer „spätestens in 20 Jahren“ sicher gegen Spam und andere Angriffe sein werden.
Weblinks:
CRE-Podcast: Interview mit Tim Pritlove zum Thema Malware und Botnets
Artikel: Focus online über Spam und Prof. Thorsten Holz.





