Köpfe

Katharina Socher

Katharina Socher ist Medizininformatikerin bei der Siemens AG im Bereich Medical Solutions.

Motto: Die Informatik ist weiblich!

Mit und für Menschen arbeiten, wollte Katharina Socher nach der Schulzeit und überlegte, Medizin zu studieren. Gleichzeitig war sie schon immer von Technik fasziniert und sah darin die Chance der Zukunft. Auf der Suche nach einem geeigneten Studium stieß sie an der Universität Leipzig auf die Studienrichtung Medizinische Informatik, die für sie die optimale Verknüpfung ihrer Interessen bot. Heute arbeitet sie als Medizininformatikerin bei der Siemens AG im Bereich Medical Solutions.

Katharina, Sie haben Medizininformatik an der Universität Leipzig studiert. Was hat Ihnen an Ihrem Studium besonders gefallen?
An meinem Studium hat mir gefallen, dass die Informatik durch anwendungsnahe Technologien der Medizintechnik ergänzt wird. Im Rahmen des Studiums konnte ich Einblicke in das Krankenhausmanagement und die IT-Abteilungen in Krankenhäusern gewinnen. Ich hatte somit stets einen konkreten Praxisbezug und erkannte, dass Informatik sehr vielseitig eingesetzt werden kann. Medizininformatik optimiert zum Beispiel Prozesse im Krankenhaus und erleichtert somit die Arbeit für das Krankenhauspersonal.

Wie war die Situation als eine der wenigen Frauen im Informatikstudium?
Ich hatte nie Probleme, mit vielen Männern zu studieren. Wir waren in unserem Semester acht Frauen von insgesamt 120 Studierenden. Wir Frauen haben alle das Studium abgeschlossen, während viele der Männer es vorher abgebrochen haben. Die Frauen waren auch die Ersten, die das Studium abschlossen. Ich habe es nie als nachteilig empfunden, eine Frau in der Informatik zu sein. Im Gegenteil: Wir wurden stets unterstützt und ich wurde mehrmals zur Fachschaftsratsprecherin gewählt.

Mittlerweile sind Sie bei der Siemens AG im Bereich Medical Solutions tätig. Welche Tätigkeitsfelder gibt es dort und was sind Ihre Aufgaben?
Siemens Medical Solutions bietet Lösungen an, die den gesamten Bereich einer Gesundheitsversorgung abdecken. Dazu gehören unter anderem innovative bildgebende Systeme für Diagnose und Therapie wie Röntgengeräte, Ultraschallgeräte, Computertomographie (CT) sowie IT-Lösungen - wie beispielsweise eine elektronische Patientenakte. Sie helfen, die Arbeitsabläufe in Kliniken und Praxen zu optimieren, das heißt, die Qualität der Versorgung zu steigern und gleichzeitig die Kosten zu senken.

Ich arbeite im Bereich Customer Services, in dem unter anderem neue Dienstleistungen für unsere Produkte entwickelt werden, und bin dort für die Koordination und Entwicklung der technischen Realisierung zuständig. Dazu muss ich im ersten Schritt die gesamten Anforderungen an die künftige Implementierung sammeln, festhalten und abstrahieren. Daraus entwickle ich die globale Umsetzungsstrategie. Das Lösungskonzept wird dann in den verschiedenen Datenbanken oder Produkten in der jeweiligen Programmiersprache umgesetzt. Zum Abschluss erfolgt die Testphase der Einzelkomponenten des Systems und des Gesamtsystems. Damit man eine solche Lösung entwickeln kann, braucht es neben dem technischen Wissen zu unseren Produkten, IT-Lösungen und Schnittstellen auch Abstraktionsvermögen und Teamgeist, denn es muss genau besprochen werden, was wie und durch wen umgesetzt werden soll. Bei Bedarf muss die Lösung dann weiterentwickelt oder verändert werden."

Was fasziniert Sie an Ihrer Arbeit am meisten?
IT im medizinischen Sektor ist ein unglaublich spannendes und zukunftsträchtiges Gebiet. Mich begeistert immer wieder, dass ich mit so vielen unterschiedlichen Leuten und Technologien zu tun habe. Mit Hilfe der Informatik können Arbeitsprozesse im Krankenhaus unterstützt und optimiert werden. Krankheiten können früher erkannt werden. Die Heilungschancen steigen stetig durch präzisere Medizintechnik und effizientere Arbeitsabläufe in Kliniken. Durchlaufzeiten im Krankenhaus werden verkürzt. IT schafft Erleichterungen für Patientinnen, Patienten und medizinisches Personal. Die Faszination der Medizininformatik liegt für mich in der Kombination all dieser Aspekte.

Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?
Ich bin mittlerweile seit fast 6 Jahren bei Siemens Medical Solutions tätig, in meinem jetzigen Job als Inbound Marketing Manager seit knapp 2 Jahren. Neben der Verantwortung für die technischen Realisierungskonzepte bin ich die Schnittstelle zwischen Marketing und Technik. Ich erweitere meine Aufgabenfelder beständig und habe seit längerem einen Mitarbeiter, mit dem ich gemeinsam IT-Lösungen für die weltweiten Marketing-Abteilungen von Siemens Medical Solutions entwickle. Ich setze mich außerdem für die Standardisierung unserer Lösungen ein und bin für die Entwicklung eines neuen Produktes zuständig. Dieses Produkt wird im nächsten Jahr fertig und verkauft. Anschließend möchte ich für die Produkt-Pflege und den weltweiten Support verantwortlich sein.

[Quelle (Text u. Bild) Girl's Day]

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