Köpfe

John McCarthy

Der Informatiker John McCarthy war wesentlich an der Entwicklung der Disziplin der Künstlichen Intelligenz beteiligt und entwickelte die Programmiersprache Lisp. (Stand: 16. Nov. 2011)

„Computer chess has developed much as genetics might have if the geneticists had concentrated their efforts starting in 1910 on breeding racing Drosophila. We would have some science, but mainly we would have very fast fruit flies.“

(John McCarthy, 1997)


*4. September 1927 – gest. 24. Oktober 2011



Der Informatiker John McCarthy definierte die Disziplin der künstlichen Intelligenz als “die Wissenschaft und die Technologie zur Schaffung intelligenter Maschinen” und war zeitlebens an ihrer Entwicklung beteiligt und interessiert. Zudem erfand er mit Lisp die weltweit zweite höhere Programmiersprache, die wesentlich zur Entwicklung der Künstlichen Intelligenz beitrug, und half bei der Realisierung von frühen time-sharing-Konzepten, die letztlich eine wesentliche Rolle in der Genese des Internets spielten. Trotz McCarthys Vielseitigkeit blieb das Gebiet der Künstlichen Intelligenz sein hauptsächliches Betätigungsfeld

1927 wurde John McCarthy in Boston, Massachusetts geboren. Seine Familie zog über mehrere Umwege nach Los Angeles in Kalifornien; eine für John McCarthys Werdegang entscheidende Wendung. Als Schüler zeigte sich McCarthy hochbegabt, und erlernte selbstständig mathematische Konzepte mithilfe von Lehrbüchern des benachbarten California Institute of Technology (Caltech).

1951 promovierte McCarthy an der Princeton Universität unter Solomon Lefschetz im Alter von nur 24, nachdem er bereits 1948 als 21-jähriger nach abgeleistetem Wehrdienst den Bachelorabschluss an der Caltech erlangte.

Von 1951 bis 1962 lehrte und forschte McCarthy an verschiedenen Universitäten, u.a. Stanford University, Dartmouth, und MIT.

1955 erfand McCarthy am MIT den Begriff der “Künstlichen Intelligenz” (“Artificial Intelligence”/”AI”) und schuf in Zusammenarbeit mit Marvin Minsky eine Arbeitsgruppe zur Künstlichen Intelligenz, die zur Gründung des MAC Projektes führte, das für viele Jahre wesentlich das Arbeitsfeld der Künstlichen Intelligenz bestimmte und lenkte.

1959-60 entwickelte und veröffentlichte McCarthy die Programmiersprache Lisp, die schnell zur Standardsprache im Umgang mit Problemen Künstlicher Intelligenz wurde.

1962 ereilte ihn der Ruf an die Stanford University, an der er blieb, bis er sich 2000 zur Ruhe setzte. In Stanford begründete er das Stanford Artificial Intelligence Laboratory (SAIL), das signifikanten Einfluss auf technologische Entwicklungen auf vielen Gebieten ausübte, von der Robotik bis hin zu Fragestellungen der Benutzerschnittstelle und Programmierung. Außerdem entwickelte er in Stanford sein Konzept des time-sharing. Lester Earnest, ein Kollege, stellte fest, dass „the Internet would not have happened nearly as soon as it did except for the fact that John initiated the development of time-sharing systems. We keep inventing new names for time-sharing. It came to be called servers... Now we call it cloud computing. That is still just time-sharing. John started it.“

1971 erhielt er den Turing Award, 1988 den Kyoto Preis und 1991 die National Medal of Science

John McCarthys Vision unterschied sich von der vieler seiner Schüler. Wie Sebastian Thrun, Mitentwickler von Google Street View und selbst ehemaliger Rektor des SAIL, berichtete: „[McCarthy] would come to me regularly and tell me I was doing the wrong thing.”

Am 24. Oktober 2011 verstarb John McCarthy und hinterließ eine einzigartiges Werk, das der Wissenschaft und der Vernunft gewidmet ist, sowie dem Willen, das menschliche Verstehen vollständig zu erfassen und zu beschreiben.

Quellen: LA Times, Wired, Wikipedia, Guardian, John McCarthy's Home Page; Bild: John McCarthy's Home Page.

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